Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon Gastbuckler » 13 Mär 2012, 15:16

Ich warne alle Truckerkollegen vor dieser Firma!

Arbeitszeit durchschnittlich 70 Stunden die Woche, täglich mehr als 14 sind quasi Tagesordnung. Gehalt kommt (wenn überhaupt) nicht vor dem ersten Werktag des Folgemonats weil er erst am letzten Werktag überweist. Das Gehalt ist immer 1200€ brt zzgl Spesen. Wird man mal Krank, dann zieht er mal eben 200€ ab. Der durchschnittliche Stundenlohn liegt bei nicht mal 5€ brutto.

Er ist Behördenbekannt, bekommt schon gleich einen Kaffee wenn er auf dem ArbG erscheinen muss - 17 Verfahren in 1,5 Jahren! Er steht auf der Liste bei der Verkehrsüberwachung, dem BAG und der Gewerbeaufsicht...

Ein Abzocker aller erster Güte - versucht derzeit über alle möglichen Zeitarbeitsfirmen Personal zu bekommen, da ihm die AfA schon nichts mehr vermittelt und seine Zeitungsanzeigen regelmäßig erfolglos sind.
Gastbuckler
 

Re: Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon Gummibär » 17 Mär 2012, 13:46

:o Tach,
muss diesem Thema nur beipflichten, leider.
Auch in unserer Region( Unterfranken) gibt es solche "Fuhrunternehmer", wenn man diese überhaupt so nennen sollte.
Ich will hier nur mal Einen anführen.
Das ist der Fuhrunternehmer Burkhard Langer aus Würzburg-Heuchelhof.
Wurde damals von der Arbeitsagentur Würzburg aufgefordert, mich bei dieser "seriösen" Firma vorzustellen.
Beim ersten Gespräch, machte der Chef noch auf den Kumpelhaften, später wurden daraus allerdings ganz fix
Drohungen, wenn man mal Urlaub brauchte oder krank war.
Jeden zweiten Samstag sollte ich dann noch Fahrzeugpflege machen, freiwillige Mehrarbeit wurde das genannt.
70/80 Std die Woche, und die Bezahlung ist unter aller Kanone.
Da wird einem ein Bruttolohn von 1500 Euro vorgeschlagen, aber 1600 netto sollte ich verdienen.
Hallo, wie soll das funktionieren???!!!
Ja, wird alles über Spesen abgerechnet, O-Ton Chef.
Als ich diese Lkws dieser Spedition sah, wurde mir schlecht, da war keiner dabei, der nicht mindestens 20 Jahre auf dem
Buckel und 300000 km aufm Tacho hatte.
Mir ist es ein Rätsel, wie solche Machenschaften eigentlich toleriert werden in der heutigen Zeit.
Ich denke mal, Hauptsache, man hat die Arbeitslosenstatistik geschönt, was aus den Leuten wird, zählt nicht.
So weit sind wir hier in diesem Land schon gekommen.
Gummibär
 

Re: Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon Joseph » 22 Apr 2012, 17:58

Alles Prima
Joseph
 

Re: Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon Heidinei » 23 Feb 2013, 17:29

Hi Leute,
ich glaube, man hat langsam begriffen, auch so manche Spedition, samt ihren kläglichen
Subunternehmern, dass in Deutschland ein eklatanter Fahrermangel herrscht.
Bei manchen Unternehmern stehen bislang schon so an die 2 bis 3 Fahrzeuge.
Tja, meine lieben Herrn, sind doch einige aufgewacht, nix mehr 12 bis 14 Std fahren
jeden Tag, Abladen, Aufladen, beim Kunden in der Spedition, und des für 1500 Euro Brutto.
War wohl nix, fahrt doch selber, dann seht ihr Einfallspinsel mal, was wir Fahrer über Jahre
hinweg geleistet haben, bei Wind und Wetter.
Aber scheinbar bringt ihr eure Super LKWs nicht mal zum 1. Kunden.
Die Würfel sind gefallen, wie der alte Römer schon sagte.
Grüssle aus Westfalen
Heidinei
 

Re: Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon Kenner » 23 Feb 2013, 21:13

Und jetzt wird in den örtlichen Zeitungen inseriert, was das Zeug hält.
Versprechungen, Leute, das glaubt ihr nicht.
Jetzt, wo das Kind in den Brunnen gefallen ist, sprich, ihre Böcke (LKW) stehn und es an ihren
Umsatz geht, da werden die lieben Spediteure plötzlich ganz kleinlaut.
Früher wurde gedroht, solln sich zum Teufel scheren die ganze Fahrerbrut usw.
Und jetzt? HA HA HA.
Ich bin wirklich nicht gehässig, aber jeder kriegt das, was er verdient.
Abgerechnet wird immer zum Schluss.
War über 18 Jahre Fahrer in einer Spedition in Schweinfurt, ich weiss, es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Ich kann mir ein Lächeln hier nicht verkneifen, Sorry.
Euch Truckerkollegen/Kolleginnen trotzdem weiterhin stressfreie Fahrt und kommt immer gut nach Hause.
Kenner
 

Re: Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon Kevin » 03 Aug 2013, 15:06

Halihallo,
ich muss hier auch mal einen Kommentar dazu abgeben.
Sieht wirklich so aus, dass es ab 2014 einen Fahrermangel geben wird, der sich gewaschen hat.
Ich seit längerem in einer kleinen Spedition beschäftigt, die für grössere Speditionen hier im
Umkreis von Würzburg, bzw. Schweinfurt tätig ist.
Erst mal zum Punkt Bezahlung, ich bekomme immer noch knapp 1600 Brutto, habe 2 Kinder, Frau und Hund.
Wir brauchen hier also gar nicht weiter zu rechnen, ob das Geld reicht oder nicht.
Ich wurde von meinem Chef zu den sogenannten Berufskraftfahrermodulen angemeldet.
Kostet so einer von diesen 5 Stück, die man haben muss, so ca um die 75 Euro.
Bezahlen soll ich diese Kurse aus eigener Tasche.
Genauso verhält es sich mit der 5 Jährigen Verlängerung meines Führerscheins, die bald ansteht,
die ungefähr so zwischen 200 Euro und 250 Euro, inklusiv aller Kosten, zu Buche schlägt.
Kostenübernahme, wenn auch nur einen Teil, seitens der Firma..Fehlanzeige.
Kommentar vom Chef: Geht uns nichts an, is jeder selbst dafür verantwortlich.
Es kann ja wohl nicht sein, dass ich Geld aus eigener Tasche bezahlen soll, dass ich arbeiten "darf".
Gibts in keiner anderen Branche, jedenfalls ist mir da nichts bekannt.
Ich werde mir, auch wenns mir schwer fällt ( bin gerne gefahren ), etwas anderes suchen, bleibt mir
finanziell auch nichts anderes übrig.
Traurig, aber wahr.
Grüsse von Kevin & Co
Kevin
 

Re: Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon kaumgum » 13 Sep 2014, 10:01

Hi, wo kommt denn das Desinteresse am Fahren her?
Dieser Berufszweig ist doch der Undankbarste, den man sich vorstellen kann.
Da buckelt man jeden Tag 10-12 Std für 1600 Brutto, muss seine Unkosten,
inklusive Stafzettel etc noch selber bezahlen, von den Punkten mal ganz abgesehen.
Hat irgendwer mal daran gedacht, was er/sie später mal als Rente erhält?!
Kannste gleich Hartz4 zubuchen, und dafür hat man sich jahrelang krumm gemacht.
Bin jetzt 65 Jahre alt, gehe jetzt abschlagsfrei nach 45 Beitragjahren in Rente.
Seitens der Firma wurden mir,praktisch mit Kniefall, sofort 400 Euro netto mehr
geboten, wenn ich noch mind. 5 Jahre weiter fahre.
Habe dankend abgelehnt, will meinen Lebensabend geniessen und nicht mit 70
Jahren im Sarg aus der Firma getragen werden.
Mfg
kaumgum
 

Re: Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon Henry » 23 Nov 2014, 20:02

Hy, da kann ich hier allen getroffenen Aussagen nur zustimmen.
Diese Branche hat so einen schlechten Ruf mittlerweilen, dass es
einen graust, überhaupt ansatzweise darüber nachzudenken, einen
Lkw-Führerschein zu machen.
Es fängt schon damit an, dass so mancher Disponent einiger
Speditionen keine Ahnung von irgendwelchen Touren/ Strecken
oder gar Zeiten haben, aber denken sie sind die Grössten,
haben aber meiner Meinung nach noch nie einen Lkw von
innen gesehen.
Da geht es von Arroganz über Mobbing, um nur einiges aufzuzählen.
Da werden Touren zusammen gestellt, die sind mit einem Pkw nicht
zu schaffen, und die Ladungssicherung bleibt auf der Strecke, geschweige
denn diverse Zusammenladeverbote, sprich Lebensmittel neben Gefahrgut und
so weiter und so fort, Hauptsache die Ladung ist aus dem Lager/Depot erst
mal auf dem Laster, Statistik muss ja passen, sonst gibts Strafzahlungen.
Wie der Fahrer alles unter einen Hut bringt...egal, Nebensache.
Habe dies alles über 25 Jahre am eigenen Leib erfahren müssen,
hab den ganzen Stress mit meiner Gesundheit bezahlen müssen.
Keiner in meiner Familie wird sich jemals in einen Lkw setzen.
Einen schönen Tag noch..euer Henry
Henry
 

Re: Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon Horstel » 08 Feb 2015, 20:20

Servus, muss hier leider auch mal ein Thema anschneiden, dass, glaube ich,
hier so manchen betrifft, es geht um den seit Januar eingeführten Mindestlohn
von 8.50 Euro.
Ich muss vorauschicken, dass ich in einer kleinen Subunternehmerspedition
angestellt bin, und dass seit ca 4 Jahren.
Bis Januar lief alles normal, dann kam auf einmal der Chef und meinte ganz ernst,
man müsse jetzt, auf Grund dieses Mindestlohns einen Stundenzettel ausfüllen,
den ständig mit sich führen muss, sonst würde dies für den Fahrer 150 Euro und für
den Chef mindestens 1500 Euro kosten.
Ich kann nur eins zu diesem Stundenzettel sagen: Alles erstunken und erlogen!!!!!!!
Die Stunden, die ich hier eintragen soll, stimmen hinten und vorne nicht, aber ich
kann dagegen nichts machen, also sprich, meine original Arbeitszeit eintragen,
weil der Chef ihn erst kontrolliert, ich ihn dann umschreiben muss, damit ich in
der Woche nicht über 40 Stunden komme.
Reale Arbeitszeit liegt aber weit bei über 50! Stunden.
Also weiterhin kostenlose Überstunden machen oder Aufhören.
Horstel
 

Re: Fa. Paul Lang Transporte Rheinstetten

Beitragvon SKYDIVER » 16 Feb 2015, 12:45

Tachchen, muss hier an dieser Stelle dem Horstel vollkommen recht geben,
bei meiner Sublersped ( Subunternehmer), ist es genaus so, wie es Horstel
beschreibt.
Da werden die Stunden geschönt, dass man wirklich meint, man hätte seit
der Einführung des Mindestlohnes quasi einen Halbtagsjob.
Ich fahre Stückgut im nördlichen Unterfranken bis ins angrenzende
Thüringen, allein schon die Anfahrt hin und zurück beträgt locker 4 Stunden,
Laden, Abladen, Papiere, all das in 8 Stunden...dass ich nicht lache. :lol:
Unter 12- 13 Std ist da nichts zu machen am Tag, darfst aber nur 8 Std aufschreiben.
Haben ja alle Festgehalt, und da wird geschönt und getrickst, was das Zeug hält.
Anweisung von unserem Chef lautet, so viel wie möglich den LKW ohne Tachoscheibe
bewegen, also ja nichts aufzeichnen lassen.
Wünsche niemanden was Böses, aber bei manchen Speditionen wären unangemeldete
Kontrollen seitens des Zolls auf jeden Fall angebracht. :evil:
Gesetz ist schliesslich Gesetz!!!
SKYDIVER
 


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