Es werden hohe Leistungsvorgaben vorgegeben, Zwecks Kosteneinsparungen und Profitmaximierung. die Leistungsvorgaben werden vom Führungspersonal (Verkaufsleiter/Gebietsleiter) an die Filialleiter weitergereicht. Leitung bedeutet Umsatz:Anzahl der Arbeitsstunden. Dabei ändert es nichts am erwarteten Ergebnis, ob die Vorgaben erreichbar sind oder nicht. Es bedeutet immer, dass die vorhandenen Aufgaben mit viel zu wenig Leuten bewerkstelligt werden müssen. Die Aufgaben werden nicht reduziert. Im Gegenteil, es kommen ständig neue Aufgaben und Anforderungen hinzu. Die im Konkurrenzkampf mit anderen Handelsunternehmen für die Abhebung von diesen sorgen sollen.Die Läden sollen gleichzeitig höhere Umsätze realisieren. Grundsätzlich wird erwartet, dass der Laden sich in einem Vorzeigezustand befindet. Idealerweise sollte die Verkaufsstätte so aussehen, als ob er nur auf diesen einen Kunden gewartet hätte, und alle gewünschten Artikle des täglichen Lebens ständig in Massen (Samstag 19:59 am besten noch warmes Brot!)vorhanden sind. Im Einzelnen gehört dazu, dass alle Verkaufsplätze gut und richtig bestückt sind, dass keine leeren Kartons sich im Regal befinden. Es muss also ununterbrochen nachgefüllt und entsorgt werden. Die Kassen müssen optimal besetzt sein (nach dem 3. Kunden soll geklingelt werden), damit sich keine langen Warteschlangen bilden, die für Unmut sorgen. Das Lager muss geführt werden, Bestellungen müssen rechtzeitig gemacht und gesendet werden. Tätigkeiten, wie auffüllen, entsorgen, kassieren werden von nur einer Person gleichzeitig erledigt, sie steht ständig in einem Interessenkonflikt, welche Aufgabe Vorrang hat. Die anfallenden Arbeiten sind so weit gefächert, dass der Anspruch bei zeitweiser Zwei-Mann/Frau Besetzung (Filialleitung plus Verkäuferinüberhaupt nicht erfüllt werden kann. Es wird von vornherein so geplant, daß die theoretisierte, ideale Aufgabenerfüllung scheitern muss.
Die Führungskräfte werden wesentlich danach beurteilt, ob und in welchem Umfang sie diese Vorgaben erreichen. Erreichen sie die Vorgaben nicht, bedeutet das regelmäßig das Ende ihrer „Karriere“. Meist werden sie danach aus dem Unternehmen herausgemobbt oder degradiert um noch als Warnung für die anderen Beschäftigten zu dienen.
Das mittlere Management erkennt durchaus, dass diese Vorgaben nicht erfüllbar sind. Dass die Umsetzung nur durch extremen Druck, Leistungsverdichtung, Vertragsbruch bis hin zu offenem psychischen Terror realisiert werden kann. Wer sich auf dieser (taktischen) Ebene sperrt oder Einwände erhebt wird ausgetauscht und durch Subjekte ersetzt, die bewiesen haben, dass sie begeistert und skrupellos mit der groben Brechstange arbeiten.
Angst (Existenzangst) bei den Beschäftigten, enorme Leistungen, die mit der Zeit Gesundheitsschäden verursachen und/oder zum Zusammenbruch/burn-out-Syndrom führen.
In der Regel sind diese Ausfälle auch leicht zu ersetzen, weil grundsätzlich jeder mit oder besonderen vorkenntnissen diese Arbeit verrichten kann. Bildung ist unwichtig, nur gesund, jung, schnell, bereit unter den eigenen tatsächlichen Bedürfnissen (Teilzeit 60 Stunden- statt höherwertigen Stunden- oder gar Vollzeitverträgen) zu arbeiten.
100Stunden und auwärts erhalten nur Vertretungskräfte. An diesen werden hohe Anforderungen gestellt, scheitern sie hat es fatale Folgen wie-> dass sie einzelne Exempel statuieren von Disziplinierung und Zurückstufung der Stunden auf 80/60 im Monat.
Besonders geeignet für alle nur erdenklichen Schikanen als Opfer zu fungieren sind die schwachen Ja-Sager, die nicht mehr jung genug sind um sich überall mit Chancen zu bewerben, odaer aber Menschen ohne Ausbildung. Leider auchgut geschultes Fachpersonal (kleine Minderheit), die woanders nicht unterkommen können. Es ist dabei durchaus erwünscht, dass die Betroffenen in einerprekären Stellung im Unternehmen verbleiben.
Bei Fehlverhalten oder kritischen Äußerungen seitens der Arbeitnehmer reicht es schon aus auf die vielen Arbeitslosen hin zu weisen, die diesen Arbeitsplatz, unter diesen bedingungen mit Kußhand annehmen würden, um flächendeckend ein hinreichendes Angstpotential bei den Beschäftigten zu erzeugen und so die Leistungsmobilisierung aus der Substanz in Gang zu setzen.
Es gibt keine Beschäftigten, die sich angemessen wehren. In über 3000 Läden gibt es gerade mal 8 Betriebsräte!?
Wo die Methoden zur Reglementierung von "aufsässigen" Mitarbeitern nicht wirkt, wird auch mit direkten Drohungen, Unterstellungen und Lügen gearbeitet. Ziel ist es sie entweder klein zu halten oder loszuwerden.
Spätestens hier resignieren die meisten sachlich begründeten Kritikansätze einigere mutiger Mitarbeiter. Die kleine verbleibende Restzahl ksich wehrender Arbeitnehmer wird entweder gekündigt oder kündigt selbst.
In eigener Sache als selbst Betroffene
Selbst jahrelange Mitarbeiterinnen die gute Arbeit als einfache Verkäuferin leisten, verweigert man die Aufstockung der vertraglich geregelten 60 Stunden im Monat. Es heißt lapidar: Wir brauchen Köpfe. Man unterstellt mir sogar, ich sei egoistisch nur auf mein Wohl bedacht und würde Stunden für mich beanspruche die mir nicht zustehen ? Ach so ist dass, mehr als 60 Stunden darf man bei Lidl nichjt verlangen? Zwar habe ich seit Monaten Überstunden geleistet und auch bezahlt bekommen, aber nur aufgrund der tatsachen, dass ständig jemand krank war usw. jetzt wo mehrere Personen ddie Filial verlassen, weil sie es dort nicht mehr aushalten.... Bucht man ganz schnell andere aus fremden Gesellschaften oder Filialen einfach um> in unsere Filiale. So einfach geht das, damit niemand auf die Idee kommt, mehr Stunden zu verlangen. Geht nicht, alles schon wieder besetzt.... Ach ja, ich vergaß: Weil ich die Unverschämtheit besaß nach mehr Stunden zu rufen und mich auf § 9TzBvG berief, gab man mir zu verstehen --und setzte es auch schon um--, bekomme ich ab Dato nur noch meine 60 Stunden und keine einzige mehr... Toll, damit verhindern sie, das ich zukünftig Anpruch auf eine Erhöhung habe, denn dafür müsste ich 9 Monate ständig 12% Überstunden machen. So einfach umgeht man so etwas bei bei Lidl!! Was wird propagandiert? Wir schaffen eine Atmosphäre des Vertrauens und des kollegialen Umgangs miteinander, dass ich nicht lache... Aber eher ist mir zum Heulen zumute.
Aber was habe ich auch erwartet, denn ich gehöre zu denen die sich nicht alles gefallen lassen. Da wird einem das Leben besonders schwer gemacht. aber so einfach kündigen können sie mir nicht, also versuchen sie mich so los zu werden, indem sie mich klein halten und gegen die Wand fahren. nach dem Motto: Wenn die nicht bekommt was sie will geht die schon von alleine...
Lidl lohnt sich????
