Restaurant VAU, Kolja & Petra Kleeberg

Restaurant VAU, Kolja & Petra Kleeberg

Beitragvon ehemalige Mitarbeiterin » 16 Dez 2013, 15:33

Vor diesen Sklaventreibern :evil: muss man warnen!!!!

Mit großen Erwartungen, wie viele andere auch, trat ich damals meinen Job in diesem Restaurant an. Ich, die unbedeutende Kellnerin (äh Restaurantfachfrau) wurde im großen Sternerestaurant bei dem allseits hoch gelobten Sternekoch Kolja Kleeberg eingestellt. Die Ernüchterung kam mit dem Arbeitsvertrag und der Kenntnis der Bezahlung, dazu gab es im Vorfeld keine klaren Aussagen. Ich sollte für den gleichen Stundenlohn wie seinerzeit die Schleckermitarbeiter arbeiten. Weit unter dem ortsüblichen Stundensatz, das Arbeitsgericht sagt Lohnwucher dazu und Schlecker bescheinigte man Sittenwidrigkeit. Wie man mir erklärte, sei das wegen der Steuer und außerdem bekäme man ja Zuschläge und Trinkgeld. In diesem sittenwidrigen Lohn sind auch noch Überstunden enthalten, die man umsonst arbeiten muss. Insgesamt kommt man auf einen Monatslohn von unter 1000,00 Euro auf die Hand. Das Trinkgeld wird an alle Mitarbeiter verteilt, jeder bekommt was, Küche (das soll auch so sein), Büro (wofür???) und jede Putze. Wir, die Kellner die das Trinkgeld ja herbeischaffen durch unser Verhalten gegenüber dem Gast, bekommen am wenigsten davon ab.

Ich habe, wenn es mir auch schwergefallen ist, dort sofort aufgehört. Andere verblendete Schafe sind geblieben, weil sie ja in der Sternegastronomie arbeiten. Der Stern des Herrn Kleeberg, der sich wohl nicht wirklich um diese Sachen kümmert, zahlt mir meine Miete nicht. Von dem mehr als kargen Lohn, der Lohnsteuerfrei ist, muss ich noch alle berufsbedingten Kosten tragen (Reinigung der Kleidung, die man sich selber kaufen muss, usw), Fahrticket, Miete, Essengeld im Haus. Wer Mathematik beherrscht, errechnet, dass das nicht einmal ausreicht und das als erwachsener Mensch. Meine Eltern haben mich eine Idiotin geschimpft, was ja stimmte.

Ich arbeite nun nicht mehr in der Sternegastronomie und habe den üblichen Stundensatz, der in Berlin gezahlt wird. Ist nur ne kleine Kaschemme, im Gegensatz zu Kleeberg, doch hier ist man korreckt zu den Mitarbeitern.

Angeblich würde man in der Spitzengastronomie gnerell nicht mehr verdienen, so erklärte man mir, doch ich weiß, dass es nicht stimmt. Ich habe keinen Tariflohn erwartet, doch wenigstens den üblichen Mindestlohn, den es ja gibt, Überstundenbezahlung und arbeitsentsprechendes Trinkgeld. Die Arbeit im VAU ist körperlich nämlich nicht leicht. Lange Wege, schwere Teller, geteilter Dienst und mangelndes wirtschaftliches know how.

Wer hier wirklich arbeiten will, der braucht einen finanzkräftigen Lebenspartner und eine rosarote Brille. Ich finde das einfach skandalös, seine Mitarbeiter so auszubeuten und sie noch impertinent anzugrinsen. Herrn Kleeberg gebe ich nicht mal Schuld, der ist ja kaum da, doch Frau Kleeberg sollte mal in die Schule gehen und lernen, wie man mit Mitarbeitern umgeht. Wir, die Angestellten, finanzieren ihren Lebensunterhalt und den ihrer drei Kinder, dafür kommt nicht einmal ein danke.
ehemalige Mitarbeiterin
 

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